SPD Kreistagsfraktion befasst sich mit Blühstreifen

Veröffentlicht am 26.05.2019 in Kreistagsfraktion

Diplombiologin Mathilde Müllner informierte die SPD Kreisräte über die Umsetzung des „Blühpaktes Bayern“.

 

Pressath. (mef) Der Erhalt und die Schaffung von blütenreichen Wiesen, Wegsäumen sowie Brach- und Blühflächen stellte die SPD Kreistagsfraktion in den Mittelpunkt ihrer Sitzung im Pressather Rathaus. Was können insbesondere die Gemeinden hier mit beitragen? Eingeladen hatte Fraktionssprecher Günter Stich hierzu Diplom Biologin Mathilde Müllner vom der Naturparkstelle im Landratsamt.

 

Ihr lag es besonders am Herzen vom derzeitigen „Hype“ die Leute wieder etwas auf dem Boden zu holen und festzuhalten was sich sinnvoll darstellt. Mit der landesweiten Initiative des Blühpaktes Bayern solle auch der Vertragsnaturschutz gestärkt werden und deshalb wurden auch die Naturparkförderrichtlinien bereits vor genau einem Jahr mit der Neuschaffung ökologischer Flächen geändert. „Blühflächen sollen für die Insekten gemacht werden“ so Müllner. Hierbei könne es sich durchaus um einen längerfristigen Prozess handeln gestand die Expertin.

Ein großes Thema stelle dabei das teilweise sicher notwendige Mulchen von Straßen- und Wegrändern dar. Hier würden die Blüten entfernt, das Material verfaule und es komme zu mehr Grasaufwuchs, was durch die Nährstoffanreicherung zudem gefördert werde. „Die wertvollen Kräuter verschwinden und alles ist ein Kreislauf“ so die Referentin. Dadurch verändere sich das Kleinklima und die Insekten haben den Lebensraumverlust. Dies verschlimmere sich bei jedem Arbeitsgang.

Die Reduzierung der Mähhäufigkeit und eine Entfernung des Mähgutes müsse dort wo möglich, entgegengesetzt werden. „Wohin mit dem Mähgut“ entgegnete Bürgermeister Rainer Gäbl aus Eslarn. Müllner gestand, dass es sich hier um ein Problem handle. Derzeit könne dies nur in gepresster Form in der Verbrennung erfolgen.

Eine Rückfrage von Bürgermeister a.D. Helmuth Wächter nach dem Schilfgras im Bereich Grafenwöhr beantwortete Müllner mit laufenden Maßnahmen im Vertragsnaturschutzprogramm. Bürgermeister Peter Lehr aus Eschenbach sprach das „Jakobs-Kreuzkraut“ an. Aus Unkenntnis würde dies oft zu hoch bewertet so Mathilde Müllner. Auch in manchen Steingarten könnten mehr Blüten für Insekten wachsen meine Fritz Betzl in der Diskussion.

 
 

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