Sonne und Erdwärme nutzen

Veröffentlicht am 08.11.2007 in Umwelt

Unterhachings Bürgermeister stellt bei Energie-Symposium neues Konzept vor
Zu einer der besser besuchten Veranstaltungen zum Thema "Dezentrale Energieversorgung als kommunale Aufgabe" füllten Kommunalpolitiker aus der Region die abgeteilte Mehrzweckhalle in Mantel. Eingeladen hatte die Kommunalakademie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Unterhachings Bürgermeister Dr. Erwin Knapek regte besonders viele Regionalpolitiker zu Fragen an. Knapeks Rathaus versorgt 3000 Haushalte mit Energie aus einem bundesweit bewunderten Geothermie-Wärmekraftwerk.

Professor Magnus Jaeger von der FH Amberg-Weiden erklärte, dass die zur Neige gehenden fossilen Brennstoffe und der für das Klima katastrophale CO²-Ausstoß die Menschheit zu konsequentem Sparen und effizienterem Energieeinsatz zwängen. Dabei sieht Jaeger die Kommunen besonders in der Pflicht: "Über direkte oder indirekte Nutzung der Sonnenenergie, beispielsweise durch Biogasanlagen, bleibt die Sonne mit ihren Produkten in der Oberpfalz die einzige, auch wirtschaftlich sinnvolle Nutzung nachwachsender Energie." Die Kommunalpolitiker forderte Jaeger zu schnellem Handeln auf: "Wir dürfen nicht mehr fragen ob, sondern wie schnell und effizient es uns gelingt, eine dezentrale Versorgung aufzubauen."

Geologische Vorteile
Knapek, von Beruf Physiker und seit 13 Jahren Bürgermeister, fesselte mit der Geschichte seiner Energiegewinnung aus dem Erdinnern, die 1995 begann und heute neben der Wärme für 3000 von insgesamt 10 000 Unterhachinger Wohnungen auch drei bis vier Millionen Euro aus dem Verkauf von Strom bringt. "Natürlich gab es staatliche Gelder, aber eine Kommune muss auch selbst Geld in die Hand nehmen, wenn sie diesen Weg der Energieversorgung gehen will."

Nicht nur weil das Kontinentale Tiefbohrprojekt (KTB) bei Windischeschenbach viel Wissen zum Thema erbracht habe, sieht Knapek gerade in der speziellen Geologie der Oberpfalz eine Chance für die Region. Wie sehr die Bürger Unterhachings die Unabhängigkeit von Öl oder Gas mittlerweile schätzen, ließ sich gerade in jüngster Vergangenheit eindringlich verfolgen: "Als Russlands Präsident Putin in der Ukraine und in Weißrussland zweimal die Gasleitungen nach Deutschland zudrehte, erlebten wir eine sprunghafte Nachfrage nach Hausanschlüssen."

Um Erdwärme nutzen zu können, müsse man nicht unbedingt an zwei zweieinhalb Kilometer entfernten Stellen über 3000 Meter tief bohren: "Für kommunale Gebäude wie Rathäuser oder Kindergärten lässt sich Erdwärme knapp unterhalb der Erdoberfläche ebenfalls nutzen, aber da müssen Sie schon auch Geld in die Hand nehmen und solch ein Projekt mutig angehen."

SPD für Förderprogramm
Referenten bei Thema Dezentrale Energieversorgung
Zusätzlich zu den Fachreferaten präsentierte Kreisvorsitzende Annette Karl das SPD-Programm "Energiewende im Landkreis Neustadt". Sie fordert darin, die Wertschöpfung bei der Energiegewinnung in der Region zu halten sowie die energieeffiziente Gestaltung aller kommunalen Gebäude in Zusammenarbeit mit der Energie-Region Nürnberg. Vorhandene Gebäudeleittechnik im Landkreis solle ausgebaut werden.

Zudem machte sich Karl für ein Förderprogramm des Landkreises zur energetischen Sanierung von Privatbauten mit teilweiser Kostenübernahme stark und plädierte für den Aufbau eines Energie-Technologiezentrums in Zusammenarbeit mit der Stadt Weiden.

aus oberpfalznetz.de

 
 

Homepage SPD Kreisverband Neustadt WN

Bundestagsabgeordnter Uli Grötsch

Europaabgeordneter Ismail Ertug

MdL Annette Karl

Bezirksrätin Brigitte Scharf

23.01.2022 15:13 KLAUSUR DES SPD-PRÄSIDIUMS
SICHERHEIT IM WANDEL Die SPD stärkt klar den Kurs von Bundeskanzler Olaf Scholz im Umgang mit dem russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine. Außerdem sollen Verbraucherinnen und Verbraucher wegen steigender Heizkosten entlastet werden. Und: Die Regierung macht Tempo bei einem zentralen Wahlversprechen. Bei einer Klausurtagung hat sich das SPD-Präsidium klar zum Kurs von Kanzler

22.01.2022 15:14 REGIERUNG PACKT AN
12€-MINDESTLOHN SCHON AB OKTOBER Millionen Frauen und Männer bekommen in diesem Jahr noch eine kräftige Lohnerhöhung: Ab Oktober steigt der Mindestlohn auf 12€. Den Gesetzentwurf hat Arbeitsminister Hubertus Heil bereits in die Abstimmung mit den anderen Ressorts gegeben. Ein zentrales Wahlkampfversprechen der SPD ist bereits in der Umsetzung: Die Erhöhung des Mindestlohns im ersten Regierungsjahr

18.01.2022 19:55 HAPPY BIRTHDAY! – BETRIEBSVERFASSUNGSGESETZ WIRD 50
Demokratie im Betrieb, Mitbestimmung durch die Beschäftigten, ist ein entscheidender Baustein für starke Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – und für den Erfolg der Sozialen Marktwirtschaft. Grundlage dafür ist die große Reform des Betriebsverfassungsgesetzes von 1972. Heute vor 50 Jahren ist sie in Kraft getreten. Die Reform vom 18. Januar 1972 stärkte die Rechte der

18.01.2022 19:20 § 219A WIRD GESTRICHEN – „DAS WAR HÖCHSTE ZEIT“
Die Regierung will Frauen in Konfliktsituationen besser unterstützen. Dazu gehört auch, dass Ärztinnen und Ärzte umfassend medizinisch informieren können, wenn es um einen möglichen Schwangerschaftsabbruch geht. Die Koalition streicht darum jetzt „ein Relikt aus der Kaiserzeit“: den Paragrafen 219a. Bislang müssen Frauenärztinnen und -ärzte Strafverfolgung fürchten, wenn sie auf ihren Internetseiten darüber informieren, dass sie

18.01.2022 18:46 ARBEITS- UND SOZIALMINISTER IM INTERVIEW – VIEL AUFBRUCH MÖGLICH
Nicht nur die ökologische und wirtschaftliche, auch die soziale Erneuerung des Landes ist Aufgabe der Fortschrittsregierung. Inzwischen sei „viel mehr an Aufbruch“ als in den vergangenen Jahren möglich, sagt Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil – und auch, was das konkret für die Menschen heißt. Im Interview mit der Augsburger Allgemeinen (Samstag) skizzierte Heil, was er

Ein Service von info.websozis.de

Adminzugang

Adminzugang